Informationen zur Verträglichkeit von Koffein bei Kindern und Jugendlichen
Welche Nebenwirkungen kann die Aufnahme von Cola/Koffein verursachen?
Bei Kindern kann es unter regelmäßiger Koffeinaufnahme zu negativen Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem kommen, die sich z.B. als Schlafstörungen, vermehrte Ängstlichkeit und Verhaltensänderungen äußern.Ebenfalls als Nebenwirkung einer regelmäßigen Koffeinzufuhr aufzufassen, ist das Koffeinentzugssyndrom, das ca. 12 bis 24 Stunden nach der letzten Koffeinzufuhr (z.B. Cola oder Tee) auftritt. Zu den Symptomen zählen u.a.: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, depressive Stimmung, verminderter Antrieb und Reizbarkeit. Besonders bei Jugendlichen mit einem regelmäßigen Konsum von Cola oder Energy Drinks kann diese Nebenwirkung zu Verhaltensauffälligkeiten führen.
Gibt es eine Obergrenze für die langfristige Aufnahme von Koffein bei Kindern?
Da bisher nur eine begrenzte Zahl von Studien zur längerfristigen Wirkung von Koffein auf die Angst und das Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht, gibt es eine erhebliche Unsicherheit in Bezug auf die längerfristigen Auswirkungen eines gewohnheitsmäßigen Koffeinkonsum in dieser Altersgruppe. Keine Sicherheitsbedenken haben Experten für eine Tagesgesamtdosis von bis zu 3 mg/kg Körpergewicht geäußert (dieser Wert basiert auf einer als unbedenklich eingestuften Menge 3 mg/kg KG für eine Einzeldosis bei Erwachsenen). Folglich werden gegenwärtig bei Kindern und Jugendlichen 3 mg/kg Körpergewicht als eine Obergrenze für einen gewohnheitsmäßigen Koffeinkonsum empfohlen.Bei einem 5-jährigen Kind mit einem Körpergewicht von 19 kg läge die als sicher eingestufte Obergrenze für eine tägliche Koffeinzufuhr aus Lebensmitteln und Getränken bei 57 mg Koffein, das entspricht etwa einem halben Liter Coca Cola.
