Hilft Calcium bei Allergien?



Calcium

Calcium zur Vorbeugung oder Behandlung von Allergien?



Hintergrund

Immer wieder wird die Anwendung von Calciumpräparaten zur Linderung von allergischen Beschwerden empfohlen. Hilft Calcium bei Allergien? Ist eine Calciumgabe ggf. zur Vorbeugung von Allergien wirksam?

Grundsätzlich können Allergien durch eine Calciumgabe weder gelindert noch verhindert werden. Positive Studienergebnisse im streng wissenschaftlichen Sinne existieren nicht. In den 1960er- bis 1980er-Jahren wurde immer wieder untersucht, ob die Gabe von Calcium antiallergisch wirkt oder nicht. Das Ergebnis war eindeutig: Calcium ist nicht wirksam bei Allergien. Calciumpräparate sind daher nicht in der Lage, allergische Reaktionen infolge einer Pollenallergie, Arzneimittelallergie, Insektengiftallergie oder Nahrungsmittelallergie zu vermindern. Allergische Reaktionen des Auges, der Nase oder der Bronchien lassen sich durch eine Calciumgabe nicht bessern.

Eine Ausnahme scheint die so genannte polymorphe Lichtdermatose darzustellen (1, 2). Hier wird der Calciumgabe ein positiver Einfluss zugeschrieben, ohne dass es bisher einen sicheren Wirksamkeitsbeleg gibt.


Fazit

Calciumpräparate sind in der Vorbeugung oder der Behandlung von Allergien nicht wirksam.


Literatur:
1.   Weber G., Urlaub ohne Sonnenallergie,
TW Dermatologie 1992; 22, 342-346.
2.   Schöpf E., Czech W., Mueller J., Allergiebehandlung mit Calcium? Fragen aus der Praxis; MMP, 1996; 19. Jg., Heft 2, 56.

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Naturheilmittel und ihre Anwendung
Pflanzliche Wirkstoffe
Anwendungsgebiet
Erkrankung
_____________________________
Migräne Kopfschmerzen
Gelenkerkrankungen
Leberschäden
Schlafstörungen
Gelenkarthrose
Klimakterische Beschwerden
Immunstimulanz, Erkältungskrankheiten
Gedächtnisschwäche
Störung der Gedächtnisleistung
Übelkeit in der Schwangerschaft
Rücken- und Gelenkschmerzen
Atemwegsinfektionen
Rückenschmerzen
Neurodermitis
Prämenstruelles Syndrom
Husten, Erkältung, Sinusitis
Reizdarmsyndrom, Kopfschmerzen
Husten, Erkältung, Bronchitis
Unruhezustände, Nervosität, Angst


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Schützt die regelmäßige Einnahme von Selen vor Krebs?



Einfluss von Selen auf das Krebsrisiko

 

Hintergrund

Der Nutzen des Spurenelements Selen zur Prophylaxe von Krebserkrankungen gilt als umstritten. In einer kürzlich erschienenen Cochrane-Analyse wurde daher geprüft, ob ausreichend Daten über einen möglichen Zusammenhang zwischen Selenexposition und Krebsrisiko vorliegen (1). Erhöht eine unzureichende Selenversorgung über die Ernährung das Krebsrisiko? Und folglich: Kann eine Selen-Supplementation ggf. vor Krebs schützen?

Ein Selenmangel ist in Deutschland auch unter normalen Ernährungsbedingungen möglich: Als Ursache gelten selenarme Böden, die dazu führen, dass der Selenbedarf über den Verzehr von Gemüse und Obst nicht ausreichend gedeckt werden kann. Böden mit geringem Selengehalt finden sich außer in Mitteleuropa auch in Skandinavien, Neuseeland und China. 100 Kilogramm deutscher Weizen enthalten nur zwei Milligramm Selen, nordamerikanischer Weizen hingegen bis zu fünfzigmal mehr.


Studien zur Wirksamkeit
Für Selen, als ein wichtiger Bestandteil von Antioxidantien, wird angenommen, dass es einen protektiven Effekt in Bezug auf die Entwicklung von  kolorektalen Adenomen hat. Eine Meta-Analyse untersuchte den Zusammenhang zwischen Selen-Spiegel im Blut und dem Risiko von kolorektalen Adenomen (1). Daten aus sieben Studien wurde in dieser Meta-Analyse eingeschlossen. Ergebnis: Es gab einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Höhe der Selen-Spiegel und dem Risiko an einem kolorektalen Adenom zu erkranken. Personen mit einem hohen Selen-Spiegel hatten im Vergleich zu denjenigen mit den niedrigsten Selen-Spiegeln ein um 33 Prozent vermindertes Risiko an einem kolorektalen Adenom zu erkranken. Diese Ergebnisse sprechen für eine schützende Wirkung von Selen vor dem Auftreten von kolorektalen Adenomen (1).

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Ob Selen generell eine schützende Wirkung vor dem Auftreten von Krebs hat, dazu gab es im Jahr 2011 eine weitere Metaanalyse: Insgesamt wurden in der Cochrane-Metaanalyse 49 prospektive Studien zu dieser Fragestellung ausgewertet (2). Den Daten zufolge scheint eine gute Selenversorgung über die Ernährung mit einem verminderten Krebsrisiko einherzugehen. Einen eindeutigen Beleg für den Nutzen einer Supplementation in der Primärprävention von Krebs konnten die Autoren des Reviews nicht finden, mögliche nachteilige Wirkungen wollten sie nicht ausschließen.  (2)


Fazit

Um das Risiko einer möglichen Krebserkrankung zu minimieren, sollte ein Selenmangel vermieden werden. Eine hohe Selenaufnahme geht mit einem verminderten Risiko für das Auftreten von Darmkrebs einher. Auf Basis der bisherigen Daten kann allerdings keine generelle Empfehlung für eine Selen-Supplementation zur Verringerung des Krebsrisikos ausgesprochen werden.


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Literatur:
  1. Ou Y, Jiang B, Wang X, Ma W, Guo J. Selenium and colorectal adenomas risk: a meta-analysis. Nutr Cancer. 2012 Nov;64(8):1153-9. 
  2. Dennert G, Zwahlen M, Brinkman M, Vinceti M, Zeegers MP, Horneber M. Selenium for preventing cancer. Cochrane Database Syst Rev. 2011 May 11;(5):CD005195. Review.



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