Blutdrucksenkung ohne Medikamente – Welchen Einfluss hat die Ernährung?



Relevante Blutdrucksenkung durch Ernährungsumstellung – ist das möglich?

 

Welchen Beitrag kann die Ernährung bei der Kontrolle des Blutdrucks leisten?



Hintergrund

Nach Informationen des Berliner Robert-Koch-Instituts leiden 20 bis 30 Millionen Bundesbürger unter Bluthochdruck. Sie haben ein deutlich erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Bluthochdruck erhöht das Risiko für einen Schlaganfall statistisch um das Vierfache. Auch deswegen ist es sinnvoll, den Bluthochdruck bereits in jungen Jahren vorzubeugen.

Fast jeder Dritte Erwachsene in Deutschland hat Bluthochdruck, bei den 70- bis 79-Jährigen leiden sogar drei von vier Personen unter erhöhten Blutdruck. Obwohl viele ihre erhöhten Blutdruckwerte kennen, ließen sich nur etwa zwei Drittel wegen des Hochdrucks behandeln.

Die Sorge vor möglichen Nebenwirkungen einer medikamentösen Blutdrucksenkung und die Befürchtung für den Rest des Lebens blutdrucksenkende Medikamente einnehmen zu müssen, haben zu einem verstärkten Interesse an Maßnahmen zur nicht-medikamentösen Blutdrucksenkung geführt. 

Eine Umstellung der Ernährung und eine Lebensstil-Änderung gehören zu den Maßnahmen, die wesentlich zu einer Blutdrucksenkung beitragen können.
Wissenschaftlich begründete Empfehlungen zur Ernährung bei Bluthochdruck werden regelmäßig von den Fachgesellschaften veröffentlicht. Die American Heart Association / American College of Cardiology empfehlen in ihren Leitlinien beispielsweise eine Ernährung bei der Gemüse, Obst und Vollkornprodukte im Vordergrund stehen und eine Begrenzung Natriumaufnahme auf weniger als 2.4 g pro Tag (Oza 2015). Zu den weiteren nicht-pharmakologischen Maßnahmen zählen eine Gewichtsabnahme, die Tabakentwöhnung und ein verminderter Alkoholkonsum. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Coenzym Q10, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, Knoblauch und Magnesium können zur Blutdrucksenkung beitragen (Oza 2015). Allerdings liegen für die Wirksamkeit der meisten dieser empfohlenen Maßnahmen keine ausreichenden Studiendaten vor.

Diese Übersichtsarbeit fasst die derzeit verfügbare wissenschaftliche Evidenz zum Einfluss der Ernährung auf den Bluthochdruck zusammen.



Verminderung der Kochsalzaufnahme

Es gibt überzeugende Beweise dafür, dass ein hoher Salzkonsum entscheidend zu einem erhöhten Blutdruck (Hypertonie) beitragen kann. Eine Reduktion der täglichen Kochsalz-Aufnahme (Natriumchlorid) gilt als wichtige diätetische Maßnahme zur Senkung erhöhter Blutdruckwerte (Delahaye 2013). Eine Verminderung der Kochsalzaufnahme in Deutschland von derzeit täglich 8 bis 12 Gramm auf 5 bis 6 Gramm wird für Bluthochdruck-Patienten von zahlreichen medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Die Auswirkung einer verminderten Kochsalzaufnahme auf den Blutdruck konnte in Metaanalysen nachgewiesen werden. Als Ergebnis zeigte sich ein signifikant niedrigerer Blutdruck unter einer kochsalzarmen Ernährung bei Gesunden mit normalem Blutdruck. Noch deutlicher war die Wirkung einer natriumarmen Kost hingegen bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck (Hypertonie). Hier konnte der systolische Blutdruck durchschnittlich um -5,48 mmHg und der diastolische Blutdruck um -2,75 mmHg gesenkt werden (Graudal 2011).

In einer Cochrane-Metaanalyse wurden die Ergebnisse zu den Auswirkungen einer langfristigen Verminderung der Kochsalz-Aufnahme auf den Blutdruck zusammengefasst. Insgesamt flossen die Ergebnisse aus 34 Studien mit 3.240 Teilnehmern in diese Analyse ein (He 2013). Ergebnisse: Eine durchschnittliche Senkung der Kochsalzaufnahme um 4,4 g pro Tag für mindestens 4 Wochen führte zu einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks um 4,18/2,06 mmHg. Eine Verminderung um 6 g pro Tag hatte einen noch ausgeprägteren Rückgang des systolischen Blutdrucks zur Folge (-5,8 mmHg). Bei Personen mit einer Hypertonie führte die Kochsalzrestriktion zu einem stärkeren Abfall des Blutdrucks (5.39 mmHg systol., 2,82 mmHg diastol.). Bei Personen mit normalen Blutdruckwerten hatte die Senkung der Kochsalzaufnahme eine Blutdruckabnahme um durchschnittlich 2,42/1,0 mmHg (systol./diastol.) zur Folge (He 2013).

Bereits eine mäßige Verringerung der Salzaufnahme für vier oder mehr Wochen verursacht einen erheblichen und aus Sicht der Gesamtbevölkerung wichtigen Rückgang des Blutdrucks sowohl bei hypertensiven und als auch normotensiven Personen. Diese Ergebnisse liefern ein weiteres wichtiges Argument für eine Verringerung der Salzaufnahme der Bevölkerung. Denn geringere Blutdruckwerte in der Bevölkerung führen zu einer Verminderung kardiovaskulärer Erkrankungen. Darüber hinaus zeigt diese Analyse, dass je stärker die Abnahme der Salzzufuhr desto ausgeprägter der Rückgang des Blutdrucks. Die Umsetzung der aktuellen Empfehlungen zur Verringerung der Salzaufnahme von derzeit durchschnittlich 9-12 g auf 5-6 g/Tag könnten einen großen Einfluss auf den Blutdruck und damit das Risiko von Herzkreislauferkrankungen haben. 
Aber selbst diese Verminderung ist nicht optimal. Eine weitere Reduzierung auf 3 g/Tag würde zu einer noch deutlicheren Abnahme des Bevölkerungs-Blutdrucks führen und sollte daher langfristiges Ziel für die Salzaufnahme der Bevölkerung sein (He 2013). 

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Vegetarische Ernährung

Einzelne Querschnittsuntersuchungen weisen darauf hin, dass Menschen, die sich vegetarisch ernähren, einen niedrigeren Blutdruck aufweisen als Nicht-Vegetarier (Shridhar 2014, Chan 2016). In einer jüngst veröffentlichten Metaanalyse wurde geprüft, ob sich diese Ergebnisse verallgemeinern lassen, ob Personen mit einer vegetarischen Ernährung im Vergleich zu einer gemischten (omnivoren), fleischhaltigen Ernährung grundsätzlich einen niedrigeren Blutdruck aufweisen (Yokoyama 2014). Das Ergebnis war eindeutig. In der Auswertung von 7 kontrollierten Studien ergab sich eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um 4,8 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 2,2 mmHg unter der vegetarischen Ernährungsweise im Vergleich zur omnivoren Kontrollgruppe. Werden auch die Ergebnisse von 32 Beobachtungsstudie mit zusammen 21.604 Teilnehmern berücksichtigt, dann fiel die Reduktion der Blutdruckwerte noch stärker aus (systolisch: -6,9 mmHg, diastolisch -4,7 mmHg).

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Die Autoren dieser Metaanalyse schlussfolgerten dementsprechend: Eine vegetarische Ernährungsweise ist mit niedriger Blutdruckwerten verbunden. Eine solche Ernährungsweise könnte ein sinnvoller Weg zur Verringerung der Blutdruckwerte unabhängig von Medikamenten sein.
Eine Umstellung auf eine vegetarische Ernährung kann Studien zufolge zu einer durchschnittlichen Senkung des systolischen Blutdrucks um ca. 5 mmHg führen (Margetts 1986, Srinath 2004, Savica 2010). Zudem scheint eine vegetarische Ernährungsweise das Risiko für die Entwicklung einer Hypertonie zu vermindern (Chiu 2015).


Gemüse und Obst

Ein häufigerer Gemüse- und Obst-Verzehr ist langfristig mit niedrigeren Blutdruckwerten assoziiert (John 2002, Myint 2011).

 

Granatapfel

Erste orientierende Untersuchungen deuten auf eine signifikante Abnahme des systolischen Blutdrucks unter der täglichen Zufuhr von Granatapfelsaft hin (Aviram 2001, Aviram 2004). In einer Untersuchung zeigte sich beispielsweise nach 12 Monaten eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um 12 % im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe (Aviram 2004). Bei Patienten mit einer Hypertonie konnte durch eine tägliche Zufuhr von 50 ml Granatapfelsaft nach 2 Wochen eine Reduktion des systolischen Blutdrucks um 5 % dokumentiert werden (Aviram 2001). Bestätigt wurden diese Befunde durch weitere kürzlich veröffentlichte Untersuchungen: In einer kleinen Studie mit 21 Bluthochdruck-Patienten konnte gezeigt werden, dass der tägliche Konsum von 150 ml Granatapfelsaft über 2 Wochen im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Reduktion sowohl des systolischen als auch des diastolischen Blutdrucks führt (Asgary 2013). 

Dass es auch bei gesunden Personen, ohne Bluthochdruck, zu einer leichten Abnahme des Blutdrucks unter der täglichen Aufnahme von 330 ml Granatapfelsaft kommt, konnte in einer Placebo-kontrollierten Studie an 51 gesunden Erwachsenen nachgewiesen werden. Nach 4 Wochen konnte in der Granatapfel-Gruppe eine signifikante Abnahme des systolischen (-3,1 mmHg) und des diastolischen Blutdrucks (-2,3 mmHg) beobachtet werden (Lynn 2012). Eine weitere Placebo-kontrollierte Untersuchung bestätigt, dass der tägliche Genuss von Granatapfelsaft über 8 Wochen den diastolischen Blutdruck signifikant reduziert (Novotny 2015).

Blaubeeren / Heidelbeeren

Der regelmäßige Verzehr von Blaubeeren kann bei Personen mit einer Prä-Hypertonie oder einer Grad-1-Hypertonie den Blutdruck senken. In einer placebo-kontrollierten Untersuchung an 48 postmenopausalen Frauen konnte unter der täglichen Zufuhr von 22 g gefriergetrockneten Blaubeeren-Extrakt nach 8 Wochen eine signifikante Abnahme beim systolischen und diastolischen Blutdruck dokumentiert werden (Johnson 2015).

In einer weiteren Placebo-kontrollierten Untersuchung wurde die Wirkung einer zusätzlichen täglichen Aufnahme von Blaubeeren-Extrakt (entsprechend 250 g Blaubeeren) über einen Zeitraum von 6 Wochen geprüft. In Bezug auf den Blutdruck wurden im Gesamtkollektiv keine Veränderungen dokumentiert, wohl aber in einer Subgruppe von Personen mit Blutdruckwerten größer 120/80 mmHg, hier zeigte sich eine signifikante Reduktion beim diastolischen Blutdruck (McAnulty 2014).

Obst, verschiedene Sorten

Auch bei einem vermehrten Verzehr von Kiwis wird über einen positiven Einfluss auf den Blutdruck berichtet. In einer Studie mit 118 Teilnehmern gelang der Nachweis, dass die zusätzliche Aufnahme von 3 Kiwis pro Tag über 8 Wochen zu einer Verminderung des systolischen (-3,6 mmHg) und diastolischen Blutdrucks (24-Std.-Blutdruckmessung) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe führte (Svendsen 2015).
Bereits zwei Stunden nach der Aufnahme von 300 ml Kirschsaft wurde eine signifikante Blutdruckreduktion beobachtet (Kent 2015).

Eine regelmäßige Verwendung von Grapfruitsaft führt einer Studie zufolge nicht zu einer Veränderung der Blutdruckwerte (Habauzit 2015). 

Warum wirkt ein vermehrter Obst-Konsum blutdrucksenkend?

Die Blutdrucksenkung durch den Verzehr von Früchten ist wahrscheinlich auf den hohen Gehalt an Polyphenolen zurückzuführen. In einer weiteren Studie mit 134 Teilnehmern wurde das Ausmaß der Blutdrucksenkung durch polyphenolreichen Saft (rote Trauben, Kirschen, Heidelbeeren) im Vergleich zu eine Kontrollgruppe (Saft mit geringem Polyphenolgehalt) untersucht. Nach 6 und 12 Wochen konnte ein signifikanter Rückgang beim systolischen Blutdruck (-6,9 und -3,4 mmHg) dokumentiert werden. In der Subgruppe der Teilnehmer mit Bluthochdruck war dieser Rückgang noch ausgeprägter (-7,3 und -6,8 mmHg). Auch die Blutdruckvariation war in der Gruppe mit dem polyphenolreichen Saft im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant reduziert. Zusammenfassend deuten die vorliegenden Befunde darauf hin, dass polyphenolreicher Beerensaft zu einer Blutdrucksenkung beitragen kann, die bei hypertensiven Personen ausgeprägter ist als bei Personen mit normalen Blutdruck (Tjelle 2015).

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Dass eine erhöhte Zufuhr von Polyphenolen sich günstig auf den Blutdruck auswirken kann, wurde in einer weiteren Untersuchung mit 200 Teilnehmern und einer Studiendauer von einem Jahr bestätigt. Die vermehrte Aufnahme von entweder Nüssen oder Olivenöl führte demnach bei Personen mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zu einer Abnahme beim systolischen und diastolischen Blutdruck. Diese Veränderungen wurden begleitet von einer erhöhten Ausscheidung von Polyphenolen im Urin als Marker für eine wirksame Erhöhung der Aufnahme und einem Anstieg des Plasma-NO als Hinweis auf eine verbesserte endotheliale Funktion (Medina-Remón 2015).

Rote Beete

Mehrere Studien zur Wirkung von Rote-Beete-Saft auf den Blutdruck haben eine relevante Verminderung der Blutdruckwerte nachweisen können. Für eine anhaltende Blutdrucksenkung scheint eine Behandlungsdauer von mindestens 4 Wochen erforderlich zu sein, zudem profitieren eher jüngere Hochdruck-Patienten der Blutdrucksenkung durch Rote-Beete-Saft (Kapil 2015).


Warum wirkt ein vermehrter Gemüse-Konsum blutdrucksenkend?

Auf der Suche nach der wirksamen Substanzen im Gemüse, die wesentlich zur blutdrucksenkenden Wirkung beiträgt, bestätigte eine Forschergruppe, dass der Nitratgehalt einen bedeutenden Beitrag liefert. Beim Vergleich von Spinat, einem Gemüse mit relativ hohem Nitratanteil, mit Spargel zeigte sich in einer Crossover-Studie eine signifikant stärkere Blutdrucksenkung nach 7 Tagen unter der Einnahme von Spinat (Jovanovski 2015). Auch Rote Beete zählt zu den Gemüsen mit einem hohen Nitratgehalt.


Nüsse und Samen

Bisherige Untersuchungen zeigen ein uneinheitliches Bild in Bezug auf die Wirkung von Nüssen auf den Blutdruck. Eine aktuelle Metanalyse, in der 21 Studien berücksichtigt wurden, kommt zu dem Ergebnis, dass ganz allgemein ein höherer Konsum von Nüssen zu einer signifikanten Verminderung der systolischen Blutdruckwerte führt, allerdings profitieren nur Personen ohne Diabetes mellitus Typ 2 von der blutdrucksenkenden Wirkung. Bemerkenswert ist die Feststellung, dass Pistazien wahrscheinlich die Nussart darstellt, die effektiv sowohl den diastolischen als auch den systolischen Blutdruck senkt (Mohammadifard 2015).
Eine weitere Metaanalyse deutet darauf hin, dass auch der Verzehr von Leinsamen den Blutdruck leicht senken kann. Das Potential von Leinsamen, den Blutdruck zu senken (insbesondere den diastolischen Blutdruck) scheint größer zu sein, wenn ganze Leinsamen und für eine Dauer von mehr als 12 Wochen angewendet werden (Khalesi 2015).

Kakao

Mehrere Metaanalysen hatten bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass kakaoreiche Lebensmittel den Blutdruck senken können. In einer kürzlich erschienen Metaanalyse wurden die Daten aus 20 Studien mit 856 Teilnehmern analysiert (Ried 2012). Bei den überwiegend gesunden Teilnehmern konnte eine statistisch signifikante blutdrucksenkende Wirkung von Kakao-Produkten im Vergleich zu Kontrollgruppen nachgewiesen werden. Die Blutdrucksenkung fiel im Durchschnitt gering aus (systolisch: -2,8 mmHg; diastolisch -2,2 mmHg). Bemerkenswert war, dass der blutdrucksenkende Effekt in der Mehrzahl der Studien bereits nach 14 Tagen nachweisbar war. Auch Patienten mit einem Bluthochdruck können von einem erhöhten Konsum dunkler Schokolade profitieren. Bei Patienten mit Hypertonie konnte eine signifikante Abnahme des systolischen (-5.0 mmHg) und diastolischen Blutdrucks (-2.7 mmHg) dokumentiert werden (Ried 2012, Zomer 2012).
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Proteinreiche Ernährung

Epidemiologische Untersuchungen in verschiedenen Ländern belegen, dass eine erhöhte Proteinaufnahme Blutdruckwerte positiv beeinflusst (Altorf-van der Kuil 2010). In der internationalen INTERSALT-Studie (Stamler 1996) hatte sich gezeigt, das eine durchschnittliche tägliche Proteinaufnahme von 81 g im Vergleich zu 44 g zu einem signifikant niedrigeren Blutdruck beiträgt (systolisch: -3,0 mmHg, diastolisch -2,5 mmHg). Eine Analyse wissenschaftlicher Daten kommt zu dem Ergebnis, dass eine erhöhte Proteinzufuhr, insbesondere von pflanzlichen Proteinen, einen blutdrucksenkenden Effekt aufweist (Altorf-van der Kuil 2010, Santesso 2012, Teunissen-Beekman 2013, Chan 2016). 

Auch eine hohe tägliche Ballaststoffaufnahme kann sich blutdrucksenkend auswirken. Dass eine Kombination aus einer erhöhten Ballaststoffaufnahme und einer Zunahme der Proteinaufnahme sich additiv auf den Blutdruck auswirkt, dafür liefert eine weitere Studie deutliche Hinweise (Burke 2001). Eine Erhöhung des Proteinanteils auf 25 % der Gesamtenergieaufnahme und die zusätzliche Gabe von täglich 12 g Ballastoffen (Flohsamen) führte innerhalb von 8 Wochen zu einer signifikanten Abnahme des systolischen Blutdrucks bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung um 5,9 mmHg im Vergleich zur Kontrollgruppe. Am stärksten ausgeprägt war der Rückgang des Blutdrucks in der Gruppe, die sowohl eine hohe Proteinzufuhr aufwies als auch vermehrt Ballaststoffe zugeführt hatte (Burke 2001).


Ballaststoffreiche Ernährung

In einer Kohorten-Studie mit 2.195 Teilnehmern wurde die Hypothese überprüft, ob die Aufnahme von Ballaststoffen einen Einfluss auf die Blutdruckhöhe hat. Eine Gesamt-Ballaststoffaufnahme größer als 6,8 g pro 1000 kcal war mit einem um 1,69 mmHg niedrigeren systolischen Blutdruck verbunden. Wurde die Analyse nur auf die unlöslichen Ballaststoffe beschränkt, so war bei einer Balllaststoffaufnahme von mehr als 4,6 g pro 1000 kcal der systolische Blutdruck um 1,81 mmHg niedriger. Unverarbeitetes Obst gefolgt von Vollkorngetreide und Gemüse waren die Hauptquellen der Ballaststoffe. Zusammenfassend trägt eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen, insbesondere der unlösliche Anteil, zu niedrigeren Blutdruckwerten bei (Aljuraiban 2015, Chan 2016).


Wirkung von Probiotika auf den Blutdruck

Vorausgehende klinische Studien am Menschen haben gezeigt, dass Probiotika die Blutdruckkontrolle verbessern können. In einer Metaanalyse wurde geprüft, ob die regelmäßige Zufuhr von Probiotika den Blutdruck senkt. Neun Studien wurden in die Auswertung eingeschlossen. Ergebnisse: Probiotika senken demnach im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant den systolischen und diastolischen Blutdruck (- 3,56 bzw. -2,38 mmHg). Wurden mehrere probiotische Stämme angewendet, resultierte eine stärkere Reduktion des Blutdrucks im Vergleich zur Anwendung nur einer einzelnen Arten von Probiotika. Auffällig war die Beobachtung, dass der diastolische Blutdruck bei Patienten mit einem Ausgangsblutdruck von größer 130/85 mmHg signifikant stärker abnahm als bei Patienten mit Ausgangswerten kleiner 130/85 mmHg. Auch die Dauer der Anwendung spielte eine wichtige Rolle: Ein Dauer von weniger 8 Wochen führte nicht zu einer signifikanten Senkung des systolischen oder diastolischen Blutdrucks. Auch weisen die Ergebnisse darauf hin, dass eine ausreichend hohe Dosis der Probiotika von Bedeutung ist (Khalesi 2014).


Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren stammen im Wesentlichen aus zwei Quellen: Pflanzen und Fisch. Pflanzliche Öle aus Walnüssen, Leinsamen und Raps enthalten die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure, die eine metabolische Vorstufe der sehr-langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) ist. Die Nahrungsquelle mit der höchsten Konzentration an EPA und DHA ist fetter Fisch wie Thunfisch, Lachs, Makrele, Sardinen und Hering. 

Bisherige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an EPA und DHA den Blutdruck reduziert. In einer Metaanalyse wurde geprüft, ob eine Zufuhr von langkettigen Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl (EPA, DHA) den Blutdruck relevant senkt (Miller 2014). Nach der Metaanalyse der 70 kontrollierten Studien verringert sich der systolische Blutdruck im Vergleich zu Placebo unter EPA+DHA um durchschnittlich 1,52 mmHg und der diastolische Blutdruck um 0,99 mmHg. In der Analyse der Daten von Bluthochdruckpatienten wurde eine signifikante Verringerung der systolischen (-4,51 mmHg) und diastolischen Blutdruckwerte (-3,05 mmHg) beobachtet. In Untersuchungen von Personen mit normalen Blutdruckwerten fanden sich ebenfalls verminderte systolische Blutdruckwerte (-1,25 mmHg)(Miller 2014, Chan 2016).


Grüner Tee

Der regelmäßige Genuss von Grünem Tee mit geringem Koffeingehalt wirkt wahrscheinlich blutdrucksenkend. Bisherige Untersuchungen zur Wirkung von grünem Tee auf den Blutdruck haben zum Teil widersprüchliche Ergebnisse erbracht. Eine kürzlich erschiene Metaanalyse hat die bisher veröffentlichten Daten zusammengefasst (Peng 2014). Dreizehn Studien mit insgesamt 1.367 Patienten wurden in die Metaanalyse eingeschlossen. Nach dem Ergebnis der Analyse führt ein Grüntee-Konsum im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer signifikanten Abnahme des systolischen (-1,98 mmHg) und diastolischen Blutdrucks (-1,92 mmHg).


Lycopin

Lycopin ist der farbgebende Bestandteil vieler roter Früchte und Gemüsesorten, wie z.B. Tomaten. Lycopin ist ein Carotinoid, das eine strukturelle Ähnlichkeit zum Beta-Carotin aufweist.
Epidemiologische Studien liefern Hinweise auf einen blutdrucksenkenden Effekt von Lycopin. Ein regelmäßiger Verzehr von Tomaten-Produkten könnte aufgrund der damit verbundenen Lycopin-Zufuhr zu einer Abnahme des Blutdrucks beitragen. Eine Blutdrucksenkung als Folge einer Lycopin-Supplementation wurde in mehreren kleinen Studien dokumentiert. Dabei wurde insbesondere eine Reduktion des systolischen Blutdrucks beobachtet (Li 2013).


Knoblauch

Die regelmäßige Verwendung von Knoblauch als Küchengewürz könnte sich positiv auf den Blutdruck auswirken. Knoblauch ist ein weitverbreitetes pflanzliches Produkt zur Behandlung von Bluthochdruck. Die große Zahl publizierter Studien zur Wirkung von Knoblauch wurde in verschiedenen Metaanalysen zusammengefasst. Eine Auswertung von 11 Studien aus dem Jahre 2008 kommt zu dem Ergebnis, dass Knoblauch den systolischen Blutdruck im Vergleich zu Placebo um 4,6 mmHg senkt. Werden nur Patienten mit einem Bluthochdruck betrachtet, so fällt die Blutdrucksenkung etwas stärker aus: 8,4 mmHg systolisch und 7,3 mmHg diastolisch. Je höher die Blutdruckwerte zu Behandlungsbeginn, desto ausgeprägter war die blutdrucksenkende Wirkung von Knoblauch in einer Untersuchung (Ried 2008).


Wirken Antioxidantien blutdrucksenkend?

Obwohl Nahrungs-Antioxidantien eine vorteilhafte Wirkung auf den Blutdruck und kardiovaskuläre Risikofaktoren haben, konnte bisher für eine Antioxidantien-Supplementierung keine konsistente Wirkung nachgewiesen werden (Barandaran 2014, Miller 1998, Miller 1997, Galley 1997). Eine Antioxidantien-Therapie war in der Regel nicht wirksam zur Blutdruck-Senkung bei Personen mit hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen.
In der Mehrzahl der großen klinischen Studien konnte kein blutdrucksenkender Effekt von Antioxidantien gezeigt werden. Beispielsweise konnte in einer großen Placebo-kontrollierten Studie keine Verbesserung beim Blutdruck nach einer 5-jährigen Behandlung mit einer Kombination aus Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin nachgewiesen werden.
Eine neuere Studie hat die Wirkung von täglich 500 mg Vitamin E und von 500 oder 1000 mg Vitamin C über 6 Wochen auf die Blutdruckvariation bei Patienten mit Bluthochdruck untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass weder Vitamin E noch Vitamin C die Blutdruckvariabilität signifikant beeinflussen (Hodgson 2014).


Ernährungsumstellung nach DASH

Die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) hat zum Ziel, dass die Anwender die Zufuhr der durchschnittlichen täglichen Mengen an Obst und Gemüse verdoppeln sowie bevorzugt fettarme Milchprodukte und komplexe Kohlenhydrate verwenden (Wang 2015). Diese Diät enthält weniger Fett (insbesondere weniger gesättigte Fettsäuren), weniger Cholesterin und weniger Natrium. Hingegen enthält sie höhere Mengen an Kalium, Magnesium und Calcium. Für eine Ernährung reich an Kalium, Magnesium und Calcium wird angenommen, dass sie zumindest teilweise für den positiven Effekt auf den Blutdruck verantwortlich ist. Grundlage für diese Ernährungsempfehlung bildet eine große Studie, in der nachgewiesen werden konnte, dass die DASH-Diät mit Natriumbeschränkung bei Patienten mit einer Stadium-1-Hypertonie zu einer vergleichbaren Blutdrucksenkung führt wie eine antihypertensive Standardmedikation. Der systolische Blutdruck sank dabei um 11 mmHg und der diastolische Blutdruck um 6 mmHg (Appel 1997).
In weiteren Untersuchungen konnte bei ganz unterschiedlichen Personengruppen bestätigt werden, dass die DASH-Diät eine wirksame Strategie zur Blutdrucksenkung darstellt (Wang 2015). Diese Diät erwies sich als wirksamer als eine alleinige fettarme Diät zur Blutdrucksenkung. Die Verminderung des Blutdrucks wird frühzeitig nach Beginn der DASH-Ernährungsumstellung beobachtet.


Gewichtsreduktion

Neben der medikamentösen Therapie, stellt die Gewichtsreduktion eine weitere wichtige Maßnahme auf den Weg zu einer Blutdruck-Normalisierung dar. Eine Gewichtsreduktion kann die Zahl der notwenigen blutdrucksenkenden Medikamenten reduzieren, de erforderlich sind, um den Blutdruck zu kontrollieren (Neter 2003, Savica 2010). Eine Verringerung der täglichen Kalorienzufuhr kann zu deutlich niedriger systolischen und diastolischen Blutdruckwerten führen.
In einer Cochrane-Übersichtsarbeit wurde geprüft, in welchem Umfang eine Gewichtsreduktion zu einer Verminderung von Herzkreislauf-Komplikationen bei Patienten mit Bluthochdruck führt (Siebenhofer 2011). Wesentliches Ergebnis war eine 30-prozentige Risikoreduktion in Bezug auf das primäre Studienziel. Mit Blick auf den Blutdruck zeigte sich unter einer durchschnittlichen Gewichtsreduktion von 4 kg eine Abnahme des Blutdrucks um 4,5/3,2 mmHg (systol./diastol.). Auch eine medikamentös begleitete Gewichtsreduktion (Orlistat) führt zu einer relevanten Blutdruckabnahme (Siebenhofer 2013).


Reduzierung des Alkoholkonsums

Verschiedene Studien belegen einen klaren Einfluss von Alkohol auf den Blutdruck und das Risiko an einer Hypertonie zu erkranken (Zhang 2013). Den Daten zufolge gibt es beim Alkohol eine Dosis-Wirkungsbeziehung, wonach sich pro 10 g Alkohol täglich der systolische Blutdruck um 2,4 mmHg erhöht (Chen 2008). Legt man den Grenzwert für den täglichen Alkoholkonsum von 24 g für Männer in Deutschland zugrunde, dann ist selbst dieser als unbedenklich geltende Alkoholkonsum mit einem Anstieg des systolischen Blutdrucks um durchschnittlich 5,76 mmHg verbunden.
Eine Metaanalyse von 15 randomisierten, kontrollierten Studien kommt zu dem Ergebnis, dass eine Verringerung des Alkoholkonsum mit einer Reduzierung des systolischen und diastolischen Blutdrucks um 3,3 mmHg systolisch und 2 mmHg diastolisch einhergeht. Diese Abnahme des Blutdrucks war ähnlich ausgeprägt bei Personen mit normalen Blutdruckwerten und Personen mit manifester Hypertonie. Die verfügbaren Daten zeigen, dass eine Mäßigung des Alkoholkonsums bei denen, die regelmäßig trinken, als eine effektive Strategie angesehen werden kann, um den Blutdruck zu senken (Xin 2001).


Erhöht Koffein den Blutdruck? Blutdruckerhöhung durch regelmäßiges Kaffeetrinken?

Aus den bisherigen Studien zur Wirkung von Koffein auf den Blutdruck lässt sich ableiten, dass ein Koffeinkonsum unmittelbar den Blutdruck erhöht. Diese Blutdruckerhöhung wurde bei nahezu allen bisher untersuchten Bevölkerungsgruppen beobachtet und zwar unabhängig von der Höhe des Ausgangsblutdrucks, bei Erwachsenen mit regelmäßigem Koffein-Konsum oder nach einem Koffein-Entzug. Der Blutdruckanstieg wurde dabei weder durch das Alter, das Geschlecht noch durch den Hormonstatus beeinflusst. Dieser blutdrucksteigernde Effekt wurde nach Einzeldosen von Koffein im Bereich von 80 bis 300 mg beobachtet. Am häufigsten in Studien getestet wurden Dosen von 200 - 300 mg Koffein, die zu einem mittleren Anstieg des Blutdrucks von ungefähr 3 - 8 mmHg systolisch und von etwa 4 - 6 mmHg diastolisch führten. Auffällig war eine hohe interindividuelle Variabilität des Blutdruckanstiegs. Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass sich der Blutdruck in der Regel 30 Minuten nach dem Konsum von Koffein erhöht, der maximale Blutdruckanstieg wird nach 60 - 90 Minuten beobachtet und die Blutdruckwerte erreichen nach etwa zwei bis vier Stunden wieder das Ausgangsniveau. Dieser Verlauf des Blutdrucks steht im Einklang mit der Pharmakokinetik von Koffein. Ein besonders ausgeprägter Blutdruckanstieg wurde bei Personen mit hohem Blutdruck und nach einem Koffein-Entzug beobachtet (ESFA 2015).

Weitere Untersuchungen dokumentieren, dass die wiederholte Gabe von Koffein (250 mg alle 4 Stunden) eine Erhöhung des Blutdrucks von ca. 3 - 4 mmHg induziert, die ca. 9 - 12 Stunden andauern kann. Dieser Blutdruckanstieg wird insbesondere nach einem Koffein-Entzug beobachtet. Die Auswirkungen niedriger Koffeindosen und/oder in größeren Zeitabständen auf den Blutdruck sind in den bisher vorliegenden Studien nicht untersucht worden (ESFA 2015).


Führt eine Ernährungsumstellung zu einer klinisch relevanten Abnahme des Blutdrucks?

In einer Metaanalyse zur Wirksamkeit von chemisch definierten blutdrucksenkenden Medikamenten wurde festgestellt, dass die durchschnittliche Blutdrucksenkung unter einer Standard-Dosierung dieser Medikamente bei 9,1 mmHg systolisch und 5,5 mmHg diastolisch liegt. Im Vergleich zur medikamentös bedingten Blutdrucksenkung fällt die durch eine Ernährungsumstellung zu erreichende Abnahme der Blutdruckwerte geringer aus, könnte aber als unterstützende Maßnahme zu einer relevanten Abnahme des Blutdrucks beitragen und damit ggf. Blutdruckmedikamente einsparen helfen.


Fazit

Insgesamt kann die blutdrucksenkende Wirkung einer vegetarischen, proteinreichen, ballaststoffreichen und kochsalzarmen Ernährung, ergänzt durch spezielle pflanzliche Nahrungsmittel wie Knoblauch, Granatapfel und Pistazien als klinisch relevant angesehen werden. Darüber hinaus kann eine Verminderung des Alkoholkonsums und die Reduzierung der Koffeinaufnahme wesentlich zur Blutdrucksenkung beitragen. 

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Quellennachweis / Literatur

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