Zink zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten – Update 2014


Kann eine regelmäßige Zink-Einnahme die Abwehrkräfte stärken und Infekten vorbeugen?

Ist Zink zur Stärkung des Immunsystems geeignet?



Hintergrund

Die Zink-Supplementierung wird seit Langem als ein wirksames Mittel zur Verringerung der Dauer von Erkältungskrankheiten angesehen. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung einer gesunden Immunfunktion. In Studien wurde beobachtet, dass selbst ein milder Zink-Mangel zu Veränderungen im Immunstatus führen kann. Diese Veränderungen wiederum können einer Anfälligkeit gegenüber viralen Infektionen nach sich ziehen.


Das Immunsystem kann geschwächt sein bei chronisch Kranken, bei Personen mit Erkrankungen des Immunsystems, bei Sportlern in Phasen intensiver Trainingsbelastung, bei anhaltendem Stress sowie häufig bei älteren Menschen.

Eine Mangelernährung stellt eine der wesentlichen Ursachen für Störungen des Immunsystems des Menschen dar. Bei immungeschwächten Personen wird nicht selten eine suboptimale Versorgung besonders bei den Vitaminen C und E sowie den Spurenelementen Zink und Selen beobachtet.


Studien zur Wirksamkeit

In einer Placebo-kontrollierten Studie erhielten 200 gesunde Kinder randomisiert entweder oral Zinksulfat (15 mg elementares Zink) oder Placebo täglich über sieben Monate; zu Beginn einer Erkältung wurde die Dosierung auf zweimal täglich 15 mg Zink erhöht. Ergebnisse: Die mittlere Anzahl von Erkältungen in der Zink-Gruppe war statistisch signifikant geringer als in der Placebo-Gruppe (1,2 vs. 1,7 Erkältungen pro Kind p = 0,003), auch die erkältungsbedingten Schulfehlzeiten lagen in der Zink-Gruppe niedriger als in der Placebo-Gruppe (0,9 Tage versus 1,3 Tage) (1).
http://www.amazon.de/welchen-Erkrankungen-helfen-Naturheilmittel-Wechseljahresbeschwerden-ebook/dp/B00J6VU2N4/ref=sr_1_fkmr0_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1395595155&sr=1-1-fkmr0&keywords=Bei+welchen+Erkrankungen+helfen+Naturheilmittel%3F%3A+Arthrose%2C+Bluthochdruck%2C+erh%C3%B6htes+Cholesterin%2C+Depression%2C+Migr%C3%A4ne%2C+Schlafst%C3%B6rungen%2C+Wechseljahresbeschwerden+%28German+Edition%29

Die Vielzahl von Zink-Studien bei Erkältungskrankheiten wurde erstmals 2011 in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst (5). Der Cochrane-Review "Zink und Erkältung" aus dem Jahre 2011 umfasste 15 randomisierte, kontrollierte Doppelblind-Studien. Als Ergebnis der Analyse zeigte sich, dass die Einnahme von Zink mit einer signifikanten Verminderung der Dauer von Erkältungserkrankungen verbunden war. Es bestand zudem ein signifikanter Unterschied zwischen der Zink- und der Kontrollgruppe im Anteil der Betroffenen, die nach sieben Tagen Behandlung noch symptomatisch waren. Insgesamt war die Schwere der Erkältung, d.h. die Ausprägung der Symptome unter der Zink-Einnahme signifikant geringer (5). Dieser Ergebnisse wurden in einer weiteren Review-Arbeit aus dem Jahr 2012 im Wesentlichen bestätigt (6).

Eine nachfolgende Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2013 kommt zu einer etwas abweichenden, aber dennoch positiven Einschätzung zur Wirksamkeit von Zink (4):
Zink innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Erkältungs-Symptome verabreicht, reduziert demnach die Dauer der Symptome bei ansonsten gesunden Personen. Weitere Ergebnisse aus Studien mit Zink-Lutschtabletten weisen darauf hin, dass Zink zu einer signifikanten Reduktion der Dauer der Erkältung unter einer täglichen Dosis von ≥ 75 mg beiträgt (4).

In mehreren Untersuchungen zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten durch eine langfristige Zink-Einnahme konnte nachgewiesen werden, dass Zink die Häufigkeit des Auftretens von Erkältungskrankheiten signifikant vermindert (5). Auch eine Antibiotika-Einnahme im Verlaufe der Erkrankung war in der Zink-Gruppe seltener erforderlich als in der Kontrollgruppe. Darüber hinaus wurde bestätigt, dass krankheitsbedingte Fehlzeiten bei Schülern unter einer Zink-Einnahme vermindert werden (5).
http://www.amazon.de/Ratgeber-Naturheilmittel-Welche-Wirkungen-belegt-ebook/dp/B00GF7TVD4/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1391469057&sr=8-2&keywords=naturheilmittel+Ratgeber


In einer kürzlich veröffentlichten Placebo-kontrollierten Untersuchung an thailändischen Schulkindern zeigte sich hingegen nach 3 Monaten täglicher Einnahme von 15 mg Zink kein Unterschied in der Häufigkeit des Auftretens von Erkältungen im Vergleich zur Placebo-Einnahme. Auch bei den Fehltagen in der Schule gab es keine Unterschiede; nur die Symptomausprägung und die Dauer von Husten waren unter Zink-Einnahme geringer (2).

Insgesamt ist die Studienlage zur Wirksamkeit von Zink bei Erkältungskrankheiten jedoch widersprüchlich. In mehreren Studien wurde festgestellt, dass Zink-Lutschtabletten nicht wirksamer sind als Placebo bei der Vorbeugung einer Erkältung.

Unterschiede in der Art der Zinksalze (Zinkgluconat gegenüber Zinkacetat), der Zubereitungsform (Tabletten vs. Lutschtabletten) und der Dosierung (die Menge an elementaren Zink pro Lutschtablette betrug zwischen 5 und 23 mg) können als mögliche Erklärung für die widersprüchlichen Studienergebnisse angesehen werden (3).

Eine jüngst veröffentlichte Metaanalyse kommt dementsprechend auch zu dem Ergebnis, dass für die prophylaktische Zinkgabe aufgrund uneinheitlicher Daten derzeit keine eindeutige Empfehlung ausgesprochen werden kann (4).

http://www.amazon.de/Mineralstoffe-Spurenelemente-unterstuetzenden-Behandlung-Erkrankungen/dp/1512235180/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1432566827&sr=8-6&keywords=Detlef+nachtigall


Verträglichkeit

Zink in einer Dosierung von 30 mg oder mehr kann Magenverstimmung, Übelkeit und/oder Erbrechen verursachen. Diese Beschwerden lassen sich abmildern, wenn Zink zusammen mit dem Essen aufgenommen wird. Unter der Anwendung von Zink-Lutschtabletten kann es zu Geschmacksstörungen kommen. Eine längere, übermäßige Zink-Aufnahme kann zu einem sekundären Kupfermangel führen (3).


Fazit

Die bisher veröffentlichten Daten zusammenfassend, kann davon ausgegangen werden, dass Zink in ausreichender Dosierung die Dauer einer klassischen Erkältung verkürzt und wahrscheinlich auch zur Prävention von Erkältungsepisoden geeignet ist. Zink kann den Studiendaten zufolge einen Beitrag zur Stärkung der Immunabwehr leisten.

Ein weiterer Beitrag zur Wirksamkeit von Zink:

http://www.amazon.de/Naturheilmittel-Arzneimittel-med-Detlef-Nachtigall-ebook/dp/B00GNKM3HY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1391469001&sr=8-1&keywords=naturheilmittel+pflanzliche+arzneimittel

Weitere Informationen zum Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten: 



 

Weitere Beiträge zur Wirkung von Spurenelementen und Mineralstoffen: 


Literatur

1. Kurugol Z, Akilli M, Bayram N, Koturoglu G. The prophylactic and therapeutic effectiveness of zinc sulphate on common cold in children. Acta Paediatr 2006;95:1175-1181
2. Rerksuppaphol S, Rerksuppaphol LA randomized controlled trial of chelated zinc for prevention of the common cold in Thai school children. Paediatr Int Child Health. 2013 Aug;33(3):145-50.
3. Roxas M, Jurenka J. Colds and influenza: a review of diagnosis and conventional, botanical, and nutritional considerations. Altern Med Rev. 2007 Mar;12(1):25-48.
4. Singh M, Das RR. Zinc for the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2013 Jun 18;6:CD001364.
5. Singh M, Das RR. Zinc for the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Feb 16;(2):CD001364.
6. Science M, Johnstone J, Roth DE, Guyatt G, Loeb M. Zinc for the treatment of the common cold: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. CMAJ. 2012 Jul 10;184(10):E551-61. 

Suchbegriffe: Zink als Immunstimulanz, ZInk zur Stärkung der Abwehr, Hilfe bei wiederholten Erkältungen, Abwehrkräfte stärken, Infektabwehr verbessern, Häufige Erkältungen reduzieren, rezidivierende Erkältung, Hausmittel bei Erkältung und Schnupfen, Wirkung von Zink, Infektionen der Atemwege, Virusinfektionen, Erkältung verhindern, Prävention von Infekten, Nebenwirkungen von Zink



Das könnte Sie interessieren: 

-->