Silymarin bei Lebererkrankungen - kurz und bündig

Silymarin


Zur unterstützenden Behandlung bei chronischen Lebererkrankungen


Silymarin ist ein Extrakt aus dem Samen der Mariendistel. Silymarin wird zur Behandlung von akuten und chronischen Lebererkrankungen angewendet. In der Selbstmedikation wird Silymarin insbesondere bei alkoholinduzierten und medikamentenbedingten Leberschäden eingesetzt. Der pflanzliche Wirkstoff Silymarin ist in Deutschland als Arzneimittel zugelassen. Bei den Silymarin-Arzneimitteln werden Dosierungen von 260 mg bis 350 mg Silymarin pro Tag empfohlenen. Die arzneilich wirksamen Inhaltsstoffe der Mariendistel stimulieren bisherigen Untersuchungen zufolge die Regenerationsfähigkeit von Leberzellen.



Die bisher veröffentlichten Studienergebnisse zusammenfassend, ist Silymarin als unterstützende Therapie bei zahlreichen Lebererkrankungen wirksam. Die intravenöse Gabe von Silibinin bei Knollenblätterpilzvergiftungen gilt als eine akzeptierte Behandlungsoption. Auch ein Behandlungsversuch mit intravenös appliziertem Silibinin/Silymarin bei Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virusinfektion bei unzureichendem Ansprechen auf die antivirale Standardtherapie ist gerechtfertigt. Untersuchungen zur Gabe von Silymarin bei alkoholbedingter Leberschädigung deuten darauf hin, dass das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden kann und im begrenzten Maße eine Regeneration von Lebergewebe möglich erscheint. Als mögliche Nebenwirkungen kann es selten zu gastrointestinalen Beschwerden (z. B. eine leicht abführende Wirkung) und zu Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Hautausschlag) kommen.



Silymarin
Anwendung, Beschwerden, Erkrankung
Studien zum Nachweis der Wirksamkeit
Bewertung
Unterstützende Behandlung bei chronischer Hepatitis B
++
*
Unterstützende Behandlung bei chronischer Hepatitis C
+/-
*
Unterstützende Behandlung bei alkoholbedingter Leberschädigung
++/-
**
Unterstützende Behandlung bei medikamentenbedingten Leberschäden
+
VERTRÄGLICHKEIT: gute Verträglichkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Überempfindlichkeitsreaktionen möglich
FAZIT: Behandlungsversuch bei unterschiedlichen Formen chronischer Lebererkrankungen gerechtfertigt




Zeichenerklärung
Nachweis der Wirksamkeit in Studien

+        einzelne Untersuchungen am Menschen, erste Hinweise

++      mehrere klinische Studien mit positiven Ergebnissen

+/-      gegensätzliche Studienergebnisse in kontrollierten klinischen Studien

++/-    überwiegend positive Studienergebnisse, einzelne negative Ergebnisse

Bewertung

☐    wahrscheinlich nicht ausreichend wirksam, Behandlungsversuch trotzdem 
           gerechtfertigt

*   nur geringe bis mäßig stark ausgeprägte Wirkung, kann im Einzelfall wirksam sein

** nachgewiesene, klinisch relevante Wirkung, Behandlungsempfehlung


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