Hangover: Naturheilmittel zur Behandlung eines Alkohol-Katers – welche Wirkungen sind belegt?


Alkohol-Hangover – Ist die Vorbeugung eines Alkohol-Katers infolge eines exzessiven Alkoholkonsums möglich?



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Lassen sich die typischen Beschwerden eines Alkohol-Katers verhindern?
  • Welche Naturheilmittel eigenen sich zur Prophylaxe eines Alkohol-Katers?
  • Welche Inhaltsstoffe alkoholischer Getränke verursachen einen Hangover?
  • Wie häufig ist ein Alkohol-Kater?
  • Haben Rauchen oder Koffein Auswirkungen auf den Schweregrad eines Alkohol-Katers?


Hintergrund

Einen Alkohol-Kater erleben mehr als 75 Prozent der Alkoholkonsumenten mindestens einmal in ihrem Leben. Entgegen der allgemeinen Einschätzung, erleben Personen, die gering bis mäßig viel Alkohol trinken einen Kater häufiger als schwere Trinker. Über 23 Prozent der Alkoholkonsumenten scheinen resistent gegen einen Kater zu sein.

Alkohol-Kater (medizinisch Veisalgia) wird als ein unangenehmer Zustand am nächsten Tag nach einem Abend mit übermäßigem Alkoholkonsum definiert. Der Alkohol-Hangover beginnt in der Regel erst, wenn der Alkohol im Blut nicht mehr nachweisbar ist. Der Alkohol-Kater ist durch körperliche und psychische Symptome gekennzeichnet. Während des Katers sind kognitive Funktionen und die subjektive Belastbarkeit stark eingeschränkt. Betroffene beschreiben sich selbst als ineffizient und wenig produktiv. Objektiv zeigen sich erhöhte Fehlzeiten im Job, eine Beeinträchtigung der Fahrleistung, schlechte akademische Leistungen und eine verschlechterte motorische Koordination.
Zahlen aus Großbritannien dokumentieren im Durchschnitt 2,3 Krankheitstage pro Person pro Jahr aufgrund eines Alkohol-Hangovers, hinzu kommen weitere 2,5 Tage, an denen die Betroffenen trotz der Symptome arbeiten, aber entsprechend weniger leistungsfähig sind (13).

Vitamin D – ein Vitamin-D-Mangel beeinflusst zahlreiche andere Erkrankungen


Ein Vitamin-D-Mangel hat einen negativen Einfluss auf eine Vielzahl von Erkrankungen:

u.a. Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen, Depression


Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Bei welchen Erkrankungen spielt ein Vitamin-D-Mangel eine bedeutsame Rolle?
  • Erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für bestimmte Erkrankungen? (Hypertonie, M. Parkinson, Multiple Sklerose, Osteoporose, Depression und Herz-Kreislauferkrankungen)?
  • Beugt Vitamin D Knochenbrüchen vor?
  • Ist eine Vitamin-D-Supplementation sinnvoll bzw. notwendig?
  • Gibt es in Deutschland einen Vitamin-D-Mangel?
  • Welche Mengen an Vitamin D sollen über die Ernährung zugeführt werden?

Die Wirkung von Rotwein, Alkohol und Polyphenolen auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen


Warum ein mäßiger Rotweinkonsum einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben kann.



Alkohol und Herz-Kreislauferkrankungen – die Dosis macht das Gift...


Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Kann ein regelmäßiger Alkoholgenuss wirklich gesund sein?
  • Welche gesundheitlichen Wirkungen hat ein mäßiger Rotweinkonsum?
  • Alkohol ist nicht gleich Alkohol – Ist Rotwein der „bessere“ Alkohol?
  • Was macht Rotwein so „gesund“? Ist es der Alkohol, die Polyphenole oder beides?
  • Bis zu welcher täglichen Trinkmenge kann Alkohol positiv wirken?


Hintergrund

Seit langem wird vermutet, dass ein gewohnheitsmäßiger leichter bis mäßiger Alkoholkonsum (bis zu 1 Getränk pro Tag für Frauen und 1 oder 2 Getränke pro Tag für Männer) mit einem verminderten Risiko für zahlreiche Herz-Kreislauferkrankungen, wie z.B. koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz und Schlaganfall verbunden ist. Auch die Gesamtsterblichkeit soll durch geringe Alkoholmengen vermindert werden. 

Unbestritten ist hingegen, dass ein hoher Alkoholkonsum mit einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen verbunden ist. In der Tat ist der übermäßige Alkoholkonsum, hinter Rauchen und Übergewicht, die dritthäufigste Ursache für einen vorzeitigen Tod. Schwerer Alkoholkonsum ist eine der häufigsten Ursachen für einen reversiblen Bluthochdruck, ist für etwa einen Drittel aller Fälle von nicht-ischämischer Kardiomyopathie verantwortlich, ist eine häufige Ursache von Vorhofflimmern und erhöht deutlich das Risiko für einen Schlaganfall - sowohl den ischämischen als auch den hämorrhagischen Schlaganfall. Bei Männern im Alter von 15 bis 59 Jahren ist Alkoholmissbrauch der häufigste Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod. 

Das Ziel dieses Beitrages ist es, das derzeitige Wissen zur Wirkung von moderatem Alkoholkonsum auf Herz-Kreislauferkrankungen zusammenzustellen und die Auswirkungen der verschiedenen Arten von alkoholischen Getränken, insbesondere von Rotwein auf das Risiko dieser Erkrankungen, zu bewerten. Grundlage dieser Bewertung ist eine kürzlich publizierte französische Übersichtsarbeit von Chiva-Blanch und Mitarbeitern zu diesem Thema (4).

Aminosäure L-Arginin - wirkt L-Arginin blutdrucksenkend?

 

Hat L-Arginin einen Einfluss auf den Blutdruck?



Folgende Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet:

  • Wirkt die Aminosäure L-Arginin blutdrucksenkend?
  • Kann L-Arginin auch leicht erhöhte Blutdruckwerte vermindern?
  • Ist eine ergänzende Einnahme von L-Arginin zusätzlich zu einer medikmentösen blutdrucksenkenden Therapie wirksam?
  • Welche Dosierungen von L-Arginin sind notwendig, um den Blutdruck zu beeinflussen?


Hintergrund


Bluthochdruck betrifft weltweit rund eine Milliarde Menschen ist aufgrund der Folgeerkrankungen eine große Gefahr für die allgemeine Gesundheit. Es wird allgemein angenommen, dass Lebensstil- und Ernährungsfaktoren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Bluthochdruck spielen. Diese Einschätzung wurde durch Untersuchungen wie der DASH-Studie bestätigt, die den Nachweis erbrachte, dass eine Ernährung reich an Gemüse, Obst, fettarmen Milchprodukten und wenig gesättigten Fettsäuen wesentlich zu niedrigeren Blutdruckwerten beiträgt (1). Die sogenannte DASH-Diät zeichnet sich zudem durch einen hohen Proteinanteil aus. Es wurde daher die Hypothese formuliert, dass besonders ein Arginin-reiches Protein zur Blutdrucksenkung dieser Diät beigetragen hat.

Cranberry zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen

 

Vermindert eine regelmäßige Zufuhr von Cranberry-Saft Blasenentzündungen?



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Welche Patienten profitieren von einer Cranberry-Einnahme?
  • Cranberry-Saft oder -Kapseln – welche Zubereitungsform ist wirksamer?
  • Welche Dosierung von Cranberry wird zur Prävention von Harnwegsinfekten empfohlen?
  • Können Kinder mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen mit Cranberry-Saft behandelt werden?
  • Ist eine vorbeugende Behandlung mit Cranberry ähnlich gut wirksam wie eine Antibiotika-Therapie?


Hintergrund

Die Verwendung von Cranberry hat einen festen Platz in der naturheilkundlichen Behandlung von Harnwegsinfektionen. Cranberry in Form von Saft oder Pflanzenextrakten als Kapseln oder Tabletten finden Anwendung bei Patientinnen mit häufig wiederkehrenden Infektionen der Harnwege. Cranberry ist nicht geeignet zur Behandlung einer akuten Harnwegsinfektion. Bisherigen Erfahrungen zufolge kann die regelmäßige Einnahme von Cranberry die Häufigkeit von Harnwegsinfekten bei Personen, die in der Vergangenheit schon häufig von einer Blasenentzündung betroffen waren, vermindern.

Resveratrol zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Wirkstoffe aus dem Rotwein - Kann eine regelmäßige Zufuhr von Resveratrol Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie koronare Herzkrankheit, Atherosklerose oder Herzinsuffizienz vorbeugen?



Hintergrund

Zahlreiche natürliche Produkte, wie z.B. Traubenextrakte, haben möglicherweise ein breites Spektrum von Anwendungen zur Prävention und Behandlung von Krankheiten. Resveratrol, ein Polyphenol, das in hoher Konzentration in blauen Trauben und Rotwein vorkommt, besitzt potenziell eine Anti-Tumor-Wirkung, es wirkt immunmodulatorisch und weist herzschützende Eigenschaften auf. Zudem wirkt es als ein potentes Antioxidationsmittel. Weitere Untersuchungen sprechen für eine positive Wirkung bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen, Diabetes und Herzerkrankungen. Verschiedenen Studen zufolge zählt Resveratrol zu den potenziellen Arzneimittelkandidaten für ein breites Spektrum therapeutischer Anwendungen. 

Der folgende Beitrag beschränkt sich auf die Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Resveratrol.

Resveratrol bei Diabetes mellitus und Übergewicht – wirksam oder unwirksam?

 

Resveratrol zur Behandlung von Diabetes und weiteren Folgen des Übergewichts



Hintergrund

Pflanzen produzieren eine bemerkenswerte Menge von niedermolekularen Wirkstoffen mit einer Vielzahl unterschiedlicher biologischer Aktivitäten. Unter diesen Molekülen wurde Resveratrol (3,5,4-Trihydroxystilben) als ein wichtiger Modulator der Zellfunktion mit einer komplexen und vielfältigen Wirkung identifiziert. Umfangreiche Literatur zu den Wirkungen, vor allem In-vitro-Untersuchungen, legt nahe, dass Resveratrol die Zellproliferation und Zelldifferenzierung induziert sowie die Apoptose aktiviert. Resveratrol moduliert zudem Entzündungsprozesse und die Angiogenese. Ebenso bestätigen Studien das mögliche Potenzial dieser Verbindung zur Behandlung von Krebserkrankungen. 

Zahlreiche Untersuchungen in krankheitsspezifischen Tiermodellen lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass Resveratrol sich positiv auf die Entwicklung von chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Übergewicht, koronare Herzkrankheit, metabolisches Syndrom und einer Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen auswirkt. Schließlich wurde in einer Reihe von Untersuchungen festgestellt, dass die Toxizität des Moleküls gering ist. Trotz dieser vielversprechenden Beobachtungen wurden bisher nur wenige klinische Studien durchgeführt, die die Wirksamkeit von Resveratrol bei der Prävention und Behandlung von chronischen Erkrankungen bewertet haben.

Lutein – Ist Lutein wirksam zur Vorbeugung von Augenerkrankungen?



Lassen sich Augenerkrankungen wie Makuladegeneration oder Katarakt durch eine regelmäßige Aufnahme von Lutein günstig beeinflussen?



Hintergrund

Lutein ist neben dem Beta-Carotin das am weitesten verbreitete Carotinoid. Durch seine antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften verbunden mit der Fähigkeit blaues Licht zu absorbieren, bietet Lutein einen Schutz vor verschiedenen Augenerkrankungen, vor allem der Makuladegeneration und dem Katarakt. Lutein ist als "Augenvitamin" bekannt. Seine Aufnahme über die Ernährung ist wichtig zur Aufrechterhaltung wichtiger Funktionen der menschlichen Linse und Netzhaut. Möglicherweise kann die Aufnahme von Lutein auch noch im hohen Alter der Makuladegeneration vorbeugen bzw. deren Verlauf abmildern.

Schützt die Einnahme von Selen vor Herzkreislauf-Erkrankungen?

 

Ist eine vorbeugende Einnahme von Selen sinnvoll?

In einer Cochrane-Übersichtsarbeit wurden die Ergebnisse aus 12 Studien mit zusammen 19.715 Teilnehmern dahingehend analysiert, ob eine Selen-Supplementation sich positiv auf Herzkreislauf-Erkrankungen auswirkt.
Ergebnis: Es fanden sich keine Hinweise, dass Selen die Sterblichkeit oder die Komplikationsrate von kardiovaskulären Erkrankungen positiv beeinflusst. Auch das Erkrankungsrisiko wurde durch eine Selen-Einnahme nicht vermindert.

Als mögliche Nebenwirkungen einer langfristigen Selenaufnahme wird über das Auftreten von Haarausfall und einer Dermatitis berichtet. Es liegen Hinweise vor, dass sich Selen günstig auf ausgewählte Parameter des Fettstoffwechsels (Gesamt-Cholesterin) auswirkt.

Weitere Details zur Wirksamkeit von Selen:

 

Spurenelemente für die Gesundheit - Stellenwert von Selen




Akupunktur bei Bluthochdruck – senkt Akupunktur erhöhte Blutdruckwerte?

 

Kann durch eine Akupunktur-Behandlung eine relevante Senkung des Blutdrucks erreicht werden?

 

Wirkt eine Akupunktur bei Patienten, die bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?


Akupunktur wird häufig als Zusatzbehandlung bei essentieller Hypertonie empfohlen. Das Ziel einer Metaanalyse war es, die Wirksamkeit einer begleitenden Akupunktur-Behandlung bei Bluthochdruck zu bewerten (1). Analysiert wurde dabei die Wirkung auf den systolischen und diastolischen Blutdruck bei Patienten mit Hypertonie. Insgesamt vier randomisierte kontrollierte Studien wurden in die Analyse eingeschlossen. Ergebnis: Im Vergleich zu einer Schein-Akupunktur (Behandlung an nicht-Akupunkturpunkten) fanden sich keine Hinweise auf eine Abnahme des systolischen Blutdrucks und eine klinisch unbedeutende Verbesserung beim diastolischen Blutdruck (mittlere Differenz = -2,8 mmHg). In einer Subgruppenanalyse konnte hingegen gezeigt werden, dass bei Patienten, die blutdrucksenkende Medikamente erhielten die zusätzliche Akupunktur sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck signifikant verminderte (1). In den Studien wurden nur wenige Akupunktur-bedingte unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet. 

In einer weiteren Studie konnte bestätigt werden, dass eine Akupunktur-Behandlung zusätzlich zu einer antihypertensiven Standardtherapie die Responderrate (das Ansprechen) verbessert (2).

Yoga zur Blutdrucksenkung – wirksam oder unwirksam?


Kann Yoga zu einer relevanten Senkung erhöhter Blutdruckwerte beitragen?

 

Hintergrund

Lebensstilveränderungen sind ein Eckpfeiler der Bluthochdruck-Behandlung, doch die meisten Empfehlungen konzentrieren sich derzeit auf diätetische Maßnahmen und Bewegung, während dem Abbau von Stress als Strategie zur Blutdrucksenkung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Yoga wird als ein spiritueller Weg angesehen, der den Blutdruck durch Stressabbau und Steigerung parasympathischer Aktivierung reduzieren kann. Trotz vielfach positiver Berichte zur Wirkung von Yoga auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Angststörungen, fehlt bisher eine umfassende Analyse zur Wirksamkeit von Yoga bei Bluthochdruck.

Studien zur Wirksamkeit

Kürzlich wurden zwei Übersichtsarbeiten zur Wirkung von Yoga auf den Blutdruck veröffentlicht (1, 2). Eine erste systematische Überprüfung aller bisher veröffentlichten Studien zur Wirkung von Yoga auf den Bluthochdruck hat neben Kohortenstudien und nicht-kontrollierten Studien auch 48 randomisiert-kontrollierte Studien mit einer Dauer von einer Woche bis zu vier Jahren mit insgesamt 6.693 Probanden analysiert (1). Ergebnis: In den meisten Studien wurde berichtet, dass Yoga den Blutdruck wirksam reduziert sowohl bei Personen mit hochnormalen als auch hypertensiven Blutdruckwerten. Diese Studien legen nahe, dass Yoga eine wirksame Zusatztherapie zur Behandlung bei Bluthochdruck darstellt. Den Autoren zufolge verdient Yoga die Aufnahme in die klinischen Leitlinien. Einschränkend wird darauf verwiesen, dass die großen Unterschiede bei den Yoga-Praktiken und die variable Qualität der Durchführung es schwierig machen, eine bestimmte Yoga-Praktik zur unterstützenden Bluthochdruckbehandlung zu empfehlen.

Relevante Blutdrucksenkung durch Ernährungsumstellung – ist das möglich?



Blutdrucksenkung ohne Medikamente



Welchen Beitrag kann die Ernährung bei der Kontrolle des Blutdrucks leisten?


Vegetarische Ernährung

In einer jüngst veröffentlichten Metaanalyse wurde die Frage geprüft, ob eine vegetarische Ernährungsweise im Vergleich zu einer gemischten (omnivoren), fleischhaltigen Ernährungsweise den Blutdruck senken kann (6). Das Ergebnis war eindeutig. In der Auswertung von 7 kontrollierten Studien ergab sich eine Abnahme des systolischen Blutdrucks um 4,8 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 2,2 mmHg unter der vegetarischen Ernährungsweise im Vergleich zur omnivoren Kontrollgruppe. Werden auch die Ergebnisse von 32 Beobachtungsstudie mit zusammen 21.604 Teilnehmern berücksichtigt, dann fiel die Reduktion der Blutdruckwerte noch stärker aus (systolisch: -6,9 mmHg, diastolisch -4,7 mmHg).
Die Autoren dieser Metaanalyse schlussfolgerten dementsprechend: Eine vegetarische Ernährungsweise ist mit niedriger Blutdruckwerten verbunden. Eine solche Ernährungsweise könnte ein sinnvoller Weg zur Verringerung der Blutdruckwerte unabhängig von Medikamenten sein.

Naturheilmittel zur Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)



Hintergrund

Die akute Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung ist eine typische Folgeerscheinung viraler Infekte der oberen Atemwege. Die entzündliche Schwellung der Schleimhäute und die Bildung großer Mengen von zähem Sekret führen zur Einengung der Atemwege und zu dem typischen Druckkopfschmerz. Das Sekret ist ein guter Nährboden für Bakterien. Bakterielle Superinfektionen der Nebenhöhlen können die Folge sein und erfordern zumeist den Einsatz von Antibiotika. Dies kann möglicherweise durch eine frühzeitige Behandlung mit ätherischen Ölen, wie z.B. Eukalyptusöl, verhindert werden. Es liegen zudem Hinweise vor, dass eine die Antibiotika-Therapie begleitende Behandlung mit ätherischen Ölen und anderen pflanzlichen Wirkstoffen zu einer schnelleren Abnahme der Beschwerden beiträgt.


Eukalyptusöl

Eukalyptusöl findet Anwendung bei der Behandlung von entzündlichen Atemwegserkrankungen wie der Bronchitis, aber auch bei Erkältungskrankheiten. Eine weitere Anwendung bezieht sich auf die Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Eukalyptusöl-Zubereitungen (Cineol, Soledum®; Gelomyrtol®, Aspecton®) werden in Deutschland häufig zur Therapie der akuten Sinusitis eingesetzt. Der Wirkstoff Cineol, ein Hauptbestandteil des Eukalyptusöls, gilt als wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoff.

Pflanzliche Wirkstoffe zur Behandlung der chronisch-venösen Insuffizienz

 

Schwellung, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen - können Naturheilmittel die Beschwerden lindern?



Venöse Insuffizienz (Varizen, Krampfadern)



Hintergrund
Die chronisch-venöse Insuffizienz wird auch als Venenschwäche oder Venenleiden bezeichnet. Erste Hinweise auf diese Störung sind Krampfadern (Varizen) oder Besenreiser. Krampfadern entstehen auf der Basis einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die einen Tonusverlust der Venenwand nach sich zieht (primäre Varikose). Typische Symptome bei Krampfadern sind geschwollene Beine, das Gefühl von schweren Beinen und ein Spannungsgefühl.

Zu den Naturheilmitteln, die sich günstig auf die Venenerkrankung auswirken können, zählen u.a. Rosskastanie, Rutin, Centella asiatica, Mäusedorn, Extrakte aus rotem Weinlaub oder Arnikablüten. In der nachfolgenden Übersicht werden die bisher veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit dieser Naturheilmittel zusammengefasst und bewertet.

Rosskastanie zur Behandlung von Krampfadern (chronisch-venöse Insuffizienz)

 

Können Rosskastanien-Extrakte die Beschwerden bei Venenschwäche bessern?



Hintergrund

Rosskastaniensamenextrakte werden angewendet, um die Beschwerden der chronischen Veneninsuffizienz, also schwere Beine, Schmerzen, Schwellungen, Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe und Spannungsgefühl zu vermindern.


Chronisch-venöse Insuffizienz

Etwa 10 % bis 15 % der erwachsenen Männer und 20 % bis 25 % der erwachsenen Frauen weisen Anzeichen oder Symptome einer chronisch-venösen Insuffizienz auf (4). Die Prävalenz steigt mit dem Alter.
Die chronisch-venöse Insuffizienz wird auch als Venenschwäche oder Venenleiden bezeichnet. Erste Hinweise auf diese Störung sind Krampfadern (Varizen) oder Besenreiser. Krampfadern entstehen auf der Basis einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die einen Tonusverlust der Venenwandung nach sich zieht (primäre Varikose).

Typische Symptome bei Krampfadern sind Schwere und Spannungsgefühl in den Beinen, geschwollene Beine, vor allem abends sichtbare Erweiterung und Schlängelung der Hautvenen und Juckreiz. In der weiteren Folge zeigen sich Ekzeme, bräunliche Pigmentierungen am Unterschenkel, eine zunehmende Atrophie der Haut, eine Entzündung der Venen und schlecht heilende Unterschenkelgeschwüre. Zudem besteht die Gefahr einer Thrombose in den entzündeten Venen (Emboliegefahr).
Venenkranke profitieren von allgemeinen Maßnahmen wie einer Gewichtsreduktion, das Vermeiden langen Sitzens und Stehens sowie der Hochlagerung der Beine. Auch körperliche Bewegung (Ausdauersport) gilt als hilfreich. Eine wirksame Behandlung stellt die Anwendung von Kompressionstrümpfen (Stützstrümpfe) dar. Als Risikofaktoren für eine chronische Veneninsuffizienz gelten insbesondere familiäre Veranlagung, Übergewicht und eine überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit.

Rosskastanie

Die gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein auch in Deutschland weitverbreiteter Baum. Aus den verarbeiteten Samen (Kastanien) wird ein Rosskastaniensamen-Extrakt gewonnen.
In Deutschland sind Rosskastaniensamen-Extrakte als Arzneimittel zugelassen (z.B.: Venoplant® retard S, Venostasin® retard, Venoruton® retard Rosskastanie, Venentabs-ratiopharm® Retardtabletten).

Schlafstörungen - Naturheilmittel mit Wirkung bei Schlafproblemen


Wie wirksam sind Baldrian, Melisse, Lavendel und Passionsblume bei Einschlafstörungen?



Hintergrund
Schlafstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Häufig sind sie die Folge von ungelösten Problemen, erhöhtem Stress oder einer allgemeinen Ängstlichkeit. Schlafprobleme treten aber auch im Rahmen des prämenstruellen Syndroms oder in den Wechseljahren auf. Auch eine hohe körperliche Anstrengung oder ein Zuwenig an Bewegung können zu Einschlafstörungen führen.

Zu den Naturheilmitteln, die sich günstig auf Schlafprobleme auswirken können, zählen u.a. Baldrian, Melisse, Lavendel, Passionsblume oder roter Ginseng. Auch die Aminosäure Tryptophan kann die Zeit bis zum Einschlafen verkürzen. In der nachfolgenden Übersicht werden die bisher veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit dieser Naturheilmittel zusammengefasst und bewertet.

Prämenstruelles Syndrom – Wirksamkeit von Naturheilmitteln, Mineralstoffen und Vitaminen zur Linderung von PMS-Beschwerden

 

Mönchspfeffer, Safran, Lavendelöl, Ginkgo biloba, Calcium, Magnesium und Vitamin B6 zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms - welche Wirkungen sind belegt?


Hintergrund

Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) ist als eine Kombination aus psychologischen und körperlichen Beschwerden definiert. Zu den häufigen psychischen Symptomen zählen Reizbarkeit, Aggression, innere Anspannung, Angst und Depression. Hinzu kommen die körperlichen Beschwerden Kopfschmerzen, Flüssigkeitsansammlungen, überempfindliche Brüste und Gewichtszunahme.

Zu den Naturheilmitteln, die sich günstig auf die Symptome des Prämenstruellen Syndroms auswirken können, zählen u.a. Mönchspfeffer, Safran, Lavendelöl, Ginkgo biloba, Calcium, Magnesium und Vitamin B6 (22). In der nachfolgenden Übersicht werden die bisher veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit dieser Naturheilmittel zusammengefasst und bewertet.

Erhöhte Leberwerte, Fettleber – Welche Heilmittel haben Einfluss auf erhöhte Transaminasen?

 

LEBERERKRANKUNG – FETTLEBER

Erhöhte Leberwerte senken - Welche Naturheilmittel wirken positiv auf die Leberfunktion?



Fragen, die in diesem Beitrag beantwortet werden:

  • Welche Naturheilmittel können erhöhte Leberwerte normalisieren?
  • Diagnose Fettleber – Welche pflanzlichen Wirkstoffe eignen sich zur Behandlung?
  • Welche Nahrungsmittel haben eine positive Wirkung auf die Leber?
  • Wie lässt sich das Fortschreiten einer Fetteber-Erkrankung vermindern?
  • Sind chinesische Kräuter zur Behandlung der Fettleber geeignet?
  • Haben Probiotika, Vitamine, L-Carnitin und Omega-3-Fettsäuren eine Wirkung auf erhöhte Transaminasen?

Naturheilmittel zur Behandlung von Prostata-Beschwerden

 

Pflanzliche Wirkstoffe zur Linderung von Beschwerden infolge einer gutartigen Vergrößerung der Prostata



Hintergrund
Zu den Naturheilmitteln, die sich günstig auf die Beschwerden einer gutartigen Vergrößerung der Prostata auswirken können, zählen u.a. Sägepalmenfrüchte (Sabal), Afrikanischer Pflaumenbaum, Roggenpollen (Cernilton), Brennnesselblätter und Kürbiskerne. In der nachfolgenden Übersicht werden die bisher veröffentlichten Daten zur Wirksamkeit dieser Naturheilmittel zusammengefasst und bewertet.

Heilmittel aus der Natur – die wichtigsten Anwendungen



Naturheilmittel im Überblick

Diese Übersicht der wichtigsten pflanzlichen Heilmittel enthält zu jedem pflanzlichen Wirkstoff die derzeit am besten belegten Anwendungsgebiete. Das können konkrete Erkrankungen, Funktionsstörungen oder Symptome sein. Jede Wirkstoffbezeichnung auf der linken Seite der Tabelle enthält einen Link, der zu weiteren Informationen zur Wirkung und Wirksamkeit des betreffenden Naturheilmittels führt. 




Naturheilmittel und ihre Anwendung
Pflanzliche Wirkstoffe
Erkrankung - Anwendungsgebiet

Migräne Kopfschmerzen
Entzündliche Gelenkerkrankungen
Leberschäden
Schlafstörungen
Gelenkarthrose
Klimakterische Beschwerden
Erkältungskrankheiten/Immunstimulanz
Gedächtnisschwäche
Störung der Gedächtnisleistung
Übelkeit in der Schwangerschaft
Rücken- und Gelenkschmerzen
Atemwegsinfektionen
Schmerzlinderung bei Rückenschmerzen
Neurodermitis
Prämenstruelles Syndrom
Husten, Erkältung, Sinusitis
Reizdarmsyndrom, Kopfschmerzen
Husten, Erkältung, Bronchitis
Herzschwäche, Herzinsuffizienz
Wechseljahrsbeschwerden
Unruhezustände, Nervosität, Angst
Colitis ulcerosa, Rheumatoider Arthritis
Vorbeugung von Krebs und Schlaganfall
Wechseljahresbeschwerden
Tumorerkrankungen
Verstopfung (Obstipation)
Bluthochdruck, Erkältungskrankheiten
Glukose- und Fettstoffwechselstörungen
Atopische Dermatitis, Neurodermitis
Unruhe, Nervosität, Angstgefühl, PMS
neuropathischen Schmerzes
Wundbehandlung
Prostata-Vergrößerung
Appetithemmung
Unruhe, Einschlafstörungen, Herpes labialis
Migräne Kopfschmerzen
Prellungen, Verstauchungen, Krampfadern
Blutdrucksenkung
Wechseljahresbeschwerden
Blutdrucksenkung
Diabetes mellitus, Blutdrucksenkung
Depression, depressive Verstimmung, PMS
Depression
Depression, emotionale Instabilität
Depression, Melancholie
Depression, stimmungsverbessernd
Niedergeschlagenheit, Melancholie
trockenen Reizhusten bei Erkältung
trockenen Reizhusten bei Erkältung
Erkältung
Erkältung, Angststörungen
Abbau von Stress und Angst
Abbau von Stress und Angst
Verminderung von Angstsymptomen
rheumatischen Beschwerden
arthrosebedingte Schmerzen
Hüft- oder Kniegelenksarthrose
entzündungshemmende Eigenschaften
entzündungshemmende Eigenschaften
Arthrose, Blutdruck- + Cholesterinsenkung
Venöse Insuffizienz (Varizen, Krampfadern)
Venöse Insuffizienz (Varizen, Krampfadern)
Venöse Insuffizienz (Varizen, Krampfadern)
Leberschützende Wirkung
gutartige Vergrößerung der Prostata